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Mittwoch, 28.11.2007
Der staatliche Terror hat schon begonnen,
zumindest in Bayern.
Hierauf machte mich der Kranich aufmerksam.
Da wird mit komplettem Einsatzkommando die Wohnung einer Familie durchsucht, der Vater zum Verhör abgeführt, nur weil er beim Arzt im Wartezimmer sich abfällig über einen Papstbesuch geäußert hat!
Mag ja sein, dass ein "guter Freund", der ihm eins auswischen wollte, ihn angezeigt hat. Aber dass eine "negative Äußerung über den Papst" von einem Richter als Vorsatz einer Straftat angesehen wird und genügt, um einen Einsatz wie zur Ergreifung eines Terroristen loszutreten - das bezeichne ich als Terror!
Tags: Politik, Bayern, Papst, Polizei, Terror
Kommentare
Andiberlin am 28.11.2007 - 07:12
Ich habe das im Fernsehen gesehen und konnte es kaum glauben. Die sind da anscheinend mit Maschinenpistolen im Anschlag in das Haus zur Familie rein, und haben alles durchsucht. So ein Einsatz, nur auf einen Verdacht hin, weil man mal einem anderen gegenüber Kritik geäußert hat ist wirklich schon Terror. Das hat mit Vorgehen in einem Rechtsstaat nichts mehr zu tun. Die Äußerung hatte ja wohl gar nichts in Sachen Terrorismus zu tun, sondern betraf nur den Papstbesuch. Und dann so eine Aktion!
Am Ende will sich keiner der Verantwortlichen dazu äußern oder sich bei der Familie entschuldigen. Was ist nur aus diesem Land geworden, das sie jetzt alle durchdrehen?
ich hab davon gar nichts mitbekommen, aber das ist ja echt der Hammer. Ich hab letztes Jahr mal eine Statistik über fehlerhafte Einsätze gesehen und fand das heftig. Stell Dir mal vor, Du sitzt auf der Couch und plötzlich stürmen Menschen mit Waffen in Dein Wohnzimmer und führen Dich ab. Das muss furchtbar sein.
eule70 am 28.11.2007 - 11:17
@Kai Flockenhaus: wie sah denn die Statistik aus, wieviele fehlerhafte Einsätze wo pro Jahr? Würde mich interessieren. Wir überlegen uns nämlich, ob auf höherer Ebene nicht ganz gern gesehen wird, wenn durch solche Fehler bei der Bevölkerung eine gewisse Angst verbreitet wird (bloß nichts kritisches sagen, sonst kommt gleich ein SEK). Das würde erklären, weshalb man sich nach solch einem Fehler nicht in aller Form entschuldigt.
Und das ist eine Geschichte, die ganz ohne Vorratsdatenspeicherung, Biometrie und Videoüberwachung auskommt.
Ich hab die ganze Zeit gegooglet aber ich finde die Statistik nicht. Wohl gelöscht oder so. Ich weiß die genaue Zahl der Fehleinsätze nicht mehr, ich weiß nur noch, das ich erschrocken über die Höhe war.